Mauch und Fluhr sind zufrieden mit ihrer Leistung

Das Duo erreicht bei Polesport-Weltmeisterschaft in London als Neunte ihr selbst gestecktes Ziel.Langenargen sz Nach dem 16. Platz bei der Polesport-WM 2014 wollten Irina Mauch (28) und Simone Fluhr (37) unbedingt in die Top Ten der Stangentänzerinnen vordringen, mit dem neunten Rang bei den Weltmeisterschaften 2015 in London haben es die zweifachen Deutschen Meisterinnen im Double auch geschafft. Jedoch war für das Duo aus Langenargen und Bad Schussenried noch weitaus mehr drin. „Wir haben unser vorrangiges Ziel erreicht und sind demzufolge auch zufrieden mit dem Ergebnis. Allerdings auch ein wenig traurig, weil wir im Finale zwei Plätze durch kleine Patzer verloren haben“, so Irina Mauch. Nach dem Semifinale, an welchem 24 Paare teilnahmen, lagen Mauch/Fluhr noch auf Platz sieben.

Und auch die Paare vor den beiden heimischen Poledance-Aushängeschildern waren nicht weit enteilt. Denn zwischen den Silbermedaillengewinnerinnen Lisette Krol/Terri Walsh aus Irland (37,61) und den neuntplatzierten Mauch/Fluhr (31,79), die als Piratinnen verkleidet zur Musik von „Fluch der Karibik“ tanzten, lagen nicht einmal sechs Zähler. Lediglich die Zehnten Celia Cabiria Camarillo Lozano/Lylia Garza Purneda aus Mexiko (27,06) sowie die alle und alles überragenden Weltmeisterinnen Veronika Rehorova/Ruzenka Kunstyrova aus Tschechien (45,28) setzten sich ab.

„Verglichen mit letztem Jahr war es doch eine super Leistung und wir freuen uns sehr darüber, dass sich unsere längere Vorbereitungszeit, die neuen Kostüme und unser vermehrter Aufwand bezahlt gemacht haben. Denn das Niveau der Veranstaltung war sehr hoch und nicht mehr mit dem von 2014 zu vergleichen“, meinten die Weltranglistensechsten Mauch und Fluhr unisono. Die International Pole Sports Federation (IPSF) habe „sehr viel verändert und verbessert. So waren an beiden Tagen von 9 bis 20 Uhr Masseure und Physiotherapeuten für die Athleten vor Ort. Und man bekam die Punkte direkt nach dem Auftritt der folgenden Teilnehmerinnen gesagt, diese wurden auf einer großen Leinwand eingeblendet und jeder hatte sofort das Ranking“, so die 28-Jährige des „Freaky Fitness“ aus dem Sportpark Langenargen.

1000 Zuschauer Am Finaltag war der WM-Schauplatz mit 1000 Zuschauern ausverkauft, zum ersten Mal gab es auch einen Livestream für die Fans zu Hause. „Unsere Gefühlslage vor den Auftritten war recht entspannt, wir wurden nur etwas nervös, als wir nochmals an den Livestream erinnert wurden“, lacht die Langenargenerin, die auch in London sah, dass „unser Sport immer mehr Anhang und Akzeptanz findet. Das war auch bei den Kinder- und Jugend-Kategorien deutlich sichtbar.“ Die Zuschauer hätten für eine „Bombenstimmung gesorgt, vor allem die Schweizer waren mit einem riesigen Fanblock angereist und haben nicht nur die eigenen Athleten angefeuert.“

Für Simone Fluhr und Irina Mauch sei im Vorentscheid alles nach Plan gelaufen, auch wenn die beiden kleinere Schwierigkeiten mit dem Grip an der Static Pole hatten, „im Finale patzten wir jedoch an eben dieser Pole während einem Spin und waren etwa drei Sekunden nicht synchron. Auch haben wir anhand der Bonus-Punktewertungen gesehen, dass wir mehr im technischen Bereich arbeiten müssen“, erklärt die ehemalige Muay-Thai-Kampfsportlerin, die von Marcella Brunner nach London begleitet wurde.

Die 19-Jährige aus Meckenbeuren holte unlängst Gold bei der Poledance-DM in der Kategorie Amateur 2 und bewies wie ihre Trainerin auf der Aftershow-Party Stehvermögen. Nicht nur dort wurde der Kontakt zu Wettkämpfern anderer Nationen hergestellt, „man hilft sich auch während des Wettbewerbs untereinander mit Magnesium oder Harz, beim Anziehen der Kostüme oder Handtüchern aus. Direkt vor dem Auftritt ist jedoch jeder in sich gekehrt und konzentriert sich auf seine Performance, wobei die eigenen kleinen Rituale nicht zu kurz kommen“, gibt Irina Mauch einen Einblick hinter die Kulissen. Bei der endgültigen Punktebekanntgabe und der Auslosung der Startreihenfolge für das Finale habe die sogenannte „Finalistenbesprechung“ mit dem Oberkampfrichter Davide Lacagnia und der Präsidentin der IPSF, Katie Coats, stattgefunden.

Für Mauch und Simone Fluhr, der Inhaberin der Studios Poledreams in Aulendorf und Bad Schussenried, geht es im Oktober mit den Dutch PoleArt in den Niederlanden weiter.

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