Bericht über Poledance im Juli 2014 bei BLIX

JACQUELINE KIRSCH

„Diese Sportart hat Suchtpotential!“
Längst wird Pole Dance nicht mehr nur in Erotik- Etablissements betrieben, nein, inzwischen ist der Sport gesellschaftstauglich und findet immer mehr begeisterte Anhänger. Kein Wunder, denn wer es einmal ausprobiert hat, der weiß, dass dieser „Tanz“ viel Kraft, Flexibilität und Ausdauer erfordert und wenig mit dem Po-Gewackel aus anrüchigen Musikvideos zu tun hat.

Das Besondere an Pole Dance sei „die Kombination von Kraft, Flexibilität, Ästhetik und tänze- rischen Elementen“, so Irina Mauch, die sich zusammen mit ihrer „Tanzpartnerin“ Simone Fluhr durch den Gewinn der Goldmedaille auf den Deutschen Pole Sport Meisterschaften am 9. Juni in Bochum für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat. In der Kategorie „Double Elite“ tanzten sie sich auf die höchste Stufe des Siegertreppchens. Für die IT-Administratorin Simone Fluhr ist Pole Dance „eine nicht alltägliche Sportart, die fit hält und Spass macht. Es ist ein einzigartiges Ganzkörper- workout, bei dem man eigentlich gar nicht merkt, dass man trainiert, weil es so viel Spass macht. Diese Sportart hat Suchtpotential!“ Aber wie kommt man eigentlich dazu, eine so außergewöhnliche Sportart zu betrei- ben? Betriebswirtin Irina Mauch suchte vor vier Jahren nach einer Sportart, die dem Eiskunstlaufen am Ähnlichsten ist und wurde dann von einer Arbeitskollegin zu einer Schnupperstunde überredet.

Simone Fluhr wurde über einen Bericht im Fernsehen auf die Sportart aufmerksam. Außerdem suchte sie nach einer sportlichen Betä- tigung,dieihreRückenschmerzenlindert. Im Pole Dance fand die 36-Jährige nicht nur Linderung ihrer Schmerzen, sondern auch eine neue Leidenschaft, die mitunter auch Leiden schafft. Blaue Flecken und Überlastung bleiben manchmal leider nicht aus. „Aber durch ein korrektes Warm-Up und bestimmte Unterrichts- methoden sowie auch gute Hilfestellung wird das Verletzungsrisiko deutlich verringert“, so Fluhr, die inzwischen ihre eigenen beiden Pole Dance Studios in Bad Schussenried und Aulendorf betreibt. Auch Irina Mauch ist inzwischen Trainerin und im Besitz ihrer eigenen beiden Studios in Weingarten und Friedrichshafen. Kennengelernt haben sich die beiden 2011 bei der Studioeröffnung von Simone Fluhrs frü- herer Trainerin in Ulm. Schnell entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen und so trainierten sie auch oft zusammen. Auf die Frage, wie das Zusammenspiel zwischen ih- nen funktioniert, antwortet Irina Mauch: „Wir motivieren uns gegenseitig. Und da wir uns immer alles direkt sagen, wenn einem etwas nicht gefällt, gibt es zwischen uns auch keine Streitereien.“ „Ich kann mir keine bessere Pole- Dance-Partnerin wie Irina vorstellen. Wir liegen auf einer Wellenlänge und ergänzen uns einfach total super. Für uns steht der Spass am Training im Vordergrund und ich denke, das ist auch ein wichtiger Grundstein für unser erfolgreiches Zusammenspiel“, ergänzt Simone Fluhr.

Da lag es nahe, dass sie sich in diesem Jahr mit einem Video um die Deutsche Meisterschaft, die nun das erste Mal stattfand, beworben haben. Prompt kamen sie in die engere Auswahl und holten am 9. Juni die Goldmedaille nach Oberschwaben. Bleibt nun zu hoffen, dass sie am 19. und 20. Juli in London so erfolgreich sein werden, wenn es um den Weltmeistertitel geht.

Angst vor der Kon- kurrenz hätten die beiden zwar nicht, aber „auf jeden Fall Res- pekt vor dem Können der einzelnen Paare. Wir fühlen uns einfach geehrt, bei so einer großartigen Veranstaltung mit so vielen- den weltbesten - Pole-Dance-Athleten dabei zu sein“, so Irina Mauch.

BLIX wünscht jedenfalls viel Erfolg und drückt die Daumen, auf dass der Welt- meistertitel im Pole Dance nach Deutschland, vor allem aber nach Oberschwaben kommt!

Der Schwerkraft trotzend, fast schwerelos, führen Irina Mauch (im blauen Top) und Simo- ne Fluhr akrobatische Figuren an der Stange vor. Elegant und harmonisch wirken die Be- wegungsabläufe. Man sieht, Pole Dance ist ein richtiger Sport, der viel Kraft fordert.

Fotos: Foto Tabert, Bad Waldsee www.foto-tabert.de

Quelle: Jacquline Kirsch (BLIX)



Artikel Juni 2014 Blix

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